Taz erhöht Druck auf Sabine Bätzing

In einem Artikel der Taz hat Sabine Bätzing, die Bundesdrogenbeauftragte, die Forderung des Deutschen Hanf Verbandes (DHV), Cannabis Anonym auf Streckmittel Checken zu lassen erneut eine Absage erteilt. Nun warnen Mediziner vor Möglichen Folgeschäden des Konsums von Gstrecktem Marihuana.

Der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie (Lungenheilkunde) Dieter Köhler befürchtet, dass es durch die Inhalation von Sand oder Glas langfristig zu gravierenden Lungenentzündungen kommen kann. Sand und Glas sind aber nur ein Teil von Streckmitteln und Beimengungen, die laut DHV in Cannabisprodukten nachgewiesen Wurden. Damit die Dealer ihr Profit steigern können, behandeln sie Ihre Produkte auch mit flüssigem Kunststoff, Zucker oder Haarspray.

Die Drogenbeauftragte der SPD Sabine Bätzing bestreitet die Existenz von Gestreckten Cannabisprodukten weiterhin, obwohl in England und Luxemburg bereits Offizielle Warnungen vor gestrecktem Cannabis von Gesundheitsministern herausgegeben wurden. Sie beruft sich dabei auf eine Stellungnahme des Bundeskriminalamtes (BKA). Dieser Behörde würden “keine Erkenntnisse über Verunreinigungen vorliegen”, was daran liegt das diese Behörde nicht auf Streckmittel testen darf, jedoch will sie das nicht wahrhaben. Dabei erklärte das BKA bereits im Juli 2004 auf eine Anfrage vom DHV, Welche Erkenntnisse über Fremdstoffen in beschlagnahmten Cannabisprodukten vorliegen, das Proben ausschließlich “bezüglich des Wirkstoffgehaltes von THC ausgewertet” werden. Man könne selbst “im Interesse der Gesundheit” nicht “nach Verunreinigungen suchen” und verwies auch darauf, dass der gesetzliche Auftrag der Behörde eine weitergehende Prüfung auch nicht zulasse.

Trotzdem kommt für Bätzing die Einführung einer Vom DHV geforderten Stelle für die Qualitätsanalyse von anonym eingesandtem Cannabis nicht in Frage. Der Taz sagte sie:“Wir kommen als Staat in eine schwierige Situation, wenn wir sagen, wir prüfen diese illegale Substanz, weil das dann einer Unbedenklichkeitserklärung gleichkäme.” Jedoch kann Sie keine Eigenen Vorschläge vorweisen, wie man die rund 4 Millionen deutschen Cannabiskonsumenten vor den Gesundheitsrisiken der Streckmittel schützen kann.

Dazu Steffen Geyer vom Deutschen Hanf Verband:
“Wer Drogenkonsumenten durch Verbote dazu zwingt, sich auf dem Schwarzmarkt zu versorgen, darf sie mit den Folgen dieser Politik nicht alleine lassen!
Anonyme Qualitätskontrollen sind ein geeignetes Werkzeug, um den Konsumenten die Macht zu geben, die Risiken ihres Konsums realistisch einzuschätzen. Wenn Konsumenten der vergleichsweise ungefährlichen Droge Cannabis an den Auswirkungen der Beimengungen erkranken, muss die gesamte Gesellschaft die Folgen der Untätigkeit der Politik tragen.”

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